· 

Und schon wieder weg

Das Leben an Bord ist ein wenig wie ein Aufenthalt außerhalb von Raum und Zeit. Nie weiß mann Datum, Uhrzeit, selten den Ort und wenn man im Cockpit sitzt, kann man Stunden verstreichen lassen, ohne sich sinnlos oder unterbeschäftigt zu fühlen.

Die letzten Tage waren aufregend, erst stand der Backbordbug unter Wasser, Süßwasser, zum Glück, da der Tank übergelaufen ist, Salzwasser ist immer ein bisschen schwieriger, dann fiel der entsprechende Motor aus, dann wurde unser kompletter Wohnraum zu einer einzigen Reparaturwerkstatt - und trotzdem verlassen wir nur schwer das Schiff und die Insel. Die letzte Fahrt mit raumen Wind und Spinaker war wohl die schönste, ein sanftes Schaukeln ohne Land in Sicht, Stunden, Tage, Wochen? Groß die Versuchung, einfach weiter zu fahren, immer weiter. 

Pflichtbewusst steigen wir dennoch heute ins Flugzeug, zurück in Kälte, Pflichten, Strukturen. Wohl wissend, dass wir spätestens im April wieder kommen werden.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0