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Do you know what they call a group of birds? They are a flock! And a cruising family? They are called a set!

Erste Bekanntschaften in der Dinner Key Marina, Miami, Coconut Grove

So jetzt sind wir physisch und auch offiziell in die USA eingereist. 

Die Überfahrt war kürzer, da wir viel schneller waren, aber natürlich auch aufregender, da Geschwindigkeit auf dem Meer immer mit Gefahr einhergeht. Das neue rote Vorsegel war bei 16-17 kts natürlich nicht zu bergen,  d.h. wir mussten es runterlassen: einer hängt sich ans Segel und versucht es in eine der vorderen Kisten zu ziehen und sich gleichzeitig davon aber nicht wegwehen zu lassen, denn 65 m2 Segelfläche bei 5 Bft werden ganz schön stark. Der andere versucht das Procedere zu kontrollieren. Anschließend war das Ruder ausgehängt, die Wellen wurden immer höher, alle Marinas für Kats unserer Größe voll und für das Wochenende ca. 30 Knoten Wind angesagt. Naja, ohne Drama kein Abenteuer. Wenn man relativ erschöpft ist, von viel Segelanstrengung, Aufregung und einem gröberen Schlafdefizit, dann wird man irgendwann ziemlich ruhig. Nimmt alle Widrigkeiten hin, löst alle Probleme mit der größtmöglichen Verletzungsvermeidung und weiß, dass bald alles wieder gut wird. Irgendwann. Wir haben dann in der Dinner Key Marina in Coconut Grove, Miami, noch einen Mooringball ergattert, Nummer 183, haben mit der Custom Boarder Protection telefoniert und eine arrivalnumber erhalten. Sind sogar noch am gleichen Tag zum Immigration Office gefahren und haben uns offiziell registriert. Lustigerweise ist mit dem Schiff offensichtlich die einfachste Art in die USA einzureisen. Es ging schnell und problemlos. Dann waren wir essen und es herrschte völliger Overkill. Nach der beschaulichen Bahamas-Inselzeit sind wir plötzlich in einer riesigen Stadt mit Mega Skyline - man kann Miami ganze 40 nm vom Meer aus sehen!! - mit vielen Menschen, Supermärkten, schicken Autos, sauberen Parks und exzellenter Organisation - welch Kulturschock!

Nach dem Dinner ist uns leider bewusst geworden, dass kein Shuttleboot mehr zu unserer Mooring fährt und unser süßes kleines Dinghy noch strategisch vertäut am Philocat hängt… Also haben wir eine Mitfahrgelegenheit gesucht und einen sehr netten Mann getroffen, der uns mit seinem Torqueedo - Modell 2.0 - (wer unsere Beibootprobleme schon länger kennt, weiß, was das bedeutet) flott zu unserem Schiff gebracht. Nächste Woche kommt Mat mit seiner russischen Freundin zu uns zu Besuch und wir werden Kuchen essen. Er lebt schon viele Jahre auf dem Schiff und ist auf dem Mississippi von Michigan bis zum Atlantik gefahren. Amerika hat er noch nie verlassen. Wir haben uns auf Anhieb bestens verstanden und freuen uns auf ein Wiedersehen. Weitere positive Dinge der Fahrt? Viele Delphine, ganze Schulen, die um unser Boot schwammen, sprangen, flottes Vorwärtskommen, 10- 15 Knoten bei 4 -5 Beaufort mit nur einem Segel und die Kinder, die spielen und spielen und einfach nur zufrieden sind, keine Panik bekommen, wenn doch Stress ausbricht, die mithelfen, meist Niko, der dann doch mal schnell eingeteilt wird, auch eine Schot zu fieren, Pius, der sich Frida annimmt, sie ablenkt, und  - wie immer, das Ankommen. Immer wieder das Ankommen in einer neuen, unbekannten Welt, mit neuen Menschen, neuen Tieren, neuer Landschaft. Wir freuen uns auf den Everglades Nationalpark, auf die Alligatoren, die Orkas. Ja, jetzt ist mal wieder Pause, 130 nm in drei Tagen ist für eine Crew wie unsere vorerst genug. Es werden weitere folgen. 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Haberler (Mittwoch, 01 März 2017 14:12)

    Liebe Kinder! Das ist sehr toll u. aufregend. Hier sind 2 Superjungs (Zwillinge) Die würden gerne dabeisein. Wir wünschen Euch eine schöne Zeit und genug Wasser unter dem Kiel. Busst an Euch alle .Ahoi....................