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Den Tag vor dem Abend...

Jetzt ist Deutschland wirklich lost, zumindest unsere deutsche Fahne hat der Wind letzte Woche ziemlich mitgenommen. Statt dass die Dinge wie neu werden - geht jeden Tag was Neues kaputt.

Heute war ein schöner Sonntag, nicht zu heiß, Zeitumstellung, d.h. eine Stunde länger hell und wir immer noch hier und ohne Dinghy. Also haben Peter und ich heute Morgen ganz tüchtig gespleißt  - der Wind letzte Woche hat eines unserer Seile durchgescheuert, grade das mit Augspleiß und das ist eine gehörige Muskelarbeit. Dann haben wir Artischocken gegessen und sind mit dem Schiff, weil wir ja gar nicht an Land kommen, zum nächsten Strand gefahren, um in Ruhe zu schwimmen. Die Jungs waren Schnorcheln und plötzlich fahren sie mit einem Schrei hoch und erklären ganz aufgeregt, dass eines unserer Schwerter deutlich kürzer sei als das andere. Wir haben nun also eine Erklärung dafür, warum wir bei Seitenwind so dermaßen Abdriften hatten, dass wir kaum durch den Kanal nach Miami gekommen sind. Es sieht fast aus, als hätte ein Hai abgebissen, aber vermutlich hat das Schiff nur irgendwo einen Felsen gestreift. Schön blöd. Wir müssen also nun wen finden, der Karbon laminieren kann. So bleiben wir beschäftigt und auch die Kinder sind sehr zufrieden, da sie entdeckt haben, dass auf den Seegrasteppichen, die uns umgeben, hunderte von kleinen Tierchen leben und die fischen sie nun raus und bauen viele kleine Aquarien mit unsere Tupperdosen. Wenn man sich von hinten beleuchtet, schaut das spektakulär aus und man kann beobachten, wie kleine Krebse Garnelenbabys aufknuspern oder man kann versuchen, Fischeier zu bestimmen. 

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Kommentare: 1
  • #1

    Leooma (Montag, 13 März 2017 17:48)

    Ihr seid super Jungs,eine richtig grosse Hilfe für Mama und Papa.Toll wie ihr alles erforscht,Naturkundeunterricht direkt in der Natur,was gibt es Schöneres! Viele Bussis von Oma und Opa.