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Pause

Schiffswracks und verwaiste Landschaften - ein Tag vor Anker

Der Tag nach einer Überfahrt ist immer toll. Man hat was geschafft, man darf sich verdient ausruhen. Für die Eltern ist das oft toller als für die Kinder, weil Ausruhen bei Kinder ja meist nicht so hoch im Kurs steht. Doch hier, auf Trash-North Bimini, ist das anders. Dutzende von Schiffswracks, Schildkröten und sogar eine völlig verwaiste Marina liegen hier im nächsten Umfeld, von der Shark Field Research Station mal ganz zu schweigen, die unsere direkten Nachbarn sind. Kinder im siebten Himmel, Wrack-Wandern, Angeln, Shark Watching und dazu die vielen Geschichten, die man sich dazu ausdenken kann. Wer ist wie auf Grund gelaufen, warum? Wer hat die Eltern informiert, was ist dann passiert?

Die wahre Geschichte hinter den vielen Wracks hier ist unromantisch wie simple: Ein gewisser Joe Farren hat die Wracks überall auf diesem Küstenbereich verteilt, da er als einer der fisch- und artenreichster der Welt gilt und den Fischen als Schutz und Brutstation dienen soll. Das Müllprojekt zeigt Wirkung - noch nie haben wir so viele und unterschiedliche Fischarten gesehen, von den Schildkröten und Wasservögeln ganz zu schweigen. Doch den Kindern werde ich weiterhin die Lebensgeschichten der armen Seefahrer erzählen. Das finde ich spannender. Sie vermutlich auch.

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