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Habana

Ein Tag in der Ciudad Vieja - einer der schönsten Orte der Welt!

Sind heute um 10 Uhr mit dem Autobus losgefahren, der völlig vollgestopft war. Frida fand sich plötzlich auf dem Schoß einer kubanischen Oma wieder, wir sind dann ab La Playa auf ein Oldtimer Taxi umgestiegen, da sie einfach so schön sind und der Platz im Bus vielleicht doch den Kubanos gehört. Die Altstadt ist atemberaubend, wir sind angekommen und wurden gleich umgehauen von den Bauten des 16ten und 17ten Jahrhunderts, seit 2005 wird fleißig saniert, renoviert, das Gesicht der Stadt verändert, doch ob es wirklich besser wird? Peter meint ja, sobald es fertig renoviert sei, wäre es vermutlich eine der schönsten Städte der Welt; ich meine, hoch lebe das Chaos, nichts ist charmanter als dieser Trash-Schick der vergangenen Zeiten.  Und eine der schönsten Städte der Welt ist es sicherlich schon heute. Allein die Farben, das vibrierende Leben, das völlige Fehlen von Formen und Strukturen. Nach einem Mittagessen in einer völlig absurden Cafeteria mit widerlichem Klo in das Peter spontan seine Sonnenbrille geworfen hat und Niko sie heldenhaft wieder aufgetaucht - sehr zum Schrecken der Kellnerin, die Niko und die Brille für gute 20 Minuten anschließend desinfiziert hat - nicht so einfach in einem Land, in dem es eigentlich weder Papier noch Servietten oder fließend Wasser gibt. 

Wir haben dann Adriel getroffen, einen Junggeselle aus Habana, der uns mit seinem Hengst Sandy durch die Stadt gefahren hat, mit uns zwei oder drei oder so Mojitos getrunken hat, uns ein Restaurant für morgen empfohlen hat - es gibt einfach auf der ganzen Welt tolle, ehrliche und freundliche Menschen und die Kunst besteht wohl ausschließlich darin, sie zu erkennen und sich auf sie einzulassen. 

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