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Cayo Campo

Eine herrliche Nachtfahrt unter strahlenden Sternenhimmel mit hunderten von Sternschnuppen. 

Der Morgen danach ist natürlich immer ein bisschen hart, da ich wenig geschlafen habe und die Kinder aber die volle Aufmerksamkeit verlangen. Also Frühstück machen, Brot backen, spielen. Die Ankunft in Punta del Este auf der Isla Juventus gegen Mittag war unspektakulär, mal wieder ein einsamer Strand, sehr klares Wasser und keine Menschenseele. So ein bisschen vereinsamen wir langsam, zum Glück haben wir uns, aber sonst haben wir keinen Außenkontakt mehr. Wir haben also immer stärker das Bedürfnis, zurück in die Zivilisation zu kehren. Lustig, wie sich das ändert. Alle Welt träumt von den einsamen Stränden im türkisfarbenen Wasser mit Seesternen und zum Abendessen gibt es frischen selbstgefangenen Hummer oder Thunfisch. Ja, unser Angelglück hat sich geändert und es gibt nun täglich einen frischen Sierra, Thunfisch, Hummer oder was der Ozean sonst noch anbietet. Wir wünschen uns frische Milch, Eier und Internet. Frida einen Pool, Peter ein Handynetz. Wir sind nach einer weiteren unruhigen Nacht dann nach Caio Campo gefahren, eine Insel mit Kaimanen, Affen, Jutias und Iguanos. Diese werden von vier Wärtern gepflegt und wer wirklich starke Nerven hat, kann sich selbst seinen Weg durch das Riff suchen und hinfahren. Wir hatten mal wieder Glück, da gerade ein Franzose dort ankerte, der uns bald mit seinem Dingy abholte und uns die Einfahrt zeigte. Mit Titou und Kati lagen wir dann auch den ganzen Tag auf der Insel rum, fütterten die Affen, die Kinder tauchten ein paar Hummer hoch, die uns die Wärter zum Mittagessen zubereiteten. Wir tranken Rum und schauten auf die unglaublichen Wasserfarben. Am Nachmittag verwandelte sich der Kanal in einen reißenden Fluss, als die Ebbe das gesamte Wasser aufs offene Meer hinauszog und zum Schwimmen mussten wir die Kinder von nun an an einem Seil sichern. Was sie natürlich witzig fanden. Morgen werden wir bis Cayo Largo fahren und dort ausklarieren. Dort gibt es wohl sogar einen Internetzugang und Handyempfang. Wir werden dann auf besseres Wetter warten und die Überfahrt antreten.

26.4.

Endlich angekommen! Eine schnelle Fahrt, 10 - 12 Knoten, dadurch haben wir natürlich wenig Zeit gebraucht, aber alle sind fix foxi nach so einer Geschwindigkeit. Ich habe mir bei einem klassischen Manöver des letzen Augenblicks nochmal ordentlich die Hand verbrannt, als eine Leine hindurch rauschte und sie nun voller Blasen erblüht, aber das passiert eben zu leicht, wenn man mit 9 Knoten durch ein Riff fährt und jeden Moment erwartet, dass es doch mal flacher als 1,80m wird…

Nun liegen wir in der Marina Marlin auf Cayo Largo und haben, nach anfänglichen Schwierigkeiten, sogar Internet. Wir genießen den Kontakt mit Menschen, den Zugang zu öffentlicher Verpflegung, das Handynetz. Die Kinder genießen es, mal wieder alleine an Land zu gehen, Katzen und Tarpuns zu füttern, Schildkröten schlüpfen zu sehen und sich mit anderen Menschen als mit uns zu unterhalten. 

Über 400 nm in weniger als acht Tagen war heftig! Wir sind wirklich froh, es geschafft zu haben uns uns nun ein zwei Nächte ausschlafen und Sicherheit zu gönnen.

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Kommentare: 1
  • #1

    Jakob jesenik (Donnerstag, 27 April 2017 19:41)

    Lieber Pius lieber Nico !



    Es klingt sehr spannend und schön.Sehr gerne wäre ich bei euch . Ich hätte auch gerne

    Schildkrötenbabies schlüpfen sehen.

    Und würde gerne mit euch tauchen. Ich habe eine Mathematik Schularbeit im Gymnasium mitgeschrieben.

    Ich habe eine 1 geschrieben.

    Es wäre lustig � wenn ihr wieder einmal mit uns Fußball spielen könntet.
    Wir haben schon 10 Lager im Wald gebaut und gehen auch bald Fischen beim See bei uns.
    Lg Jakob ����