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Motorgeheimnisse

Vor uns ein Riff mit einer kriminell schmalen Durchfahrt durch die wir, ebenso kriminell, mit ein paar Helfern, Beibooten und viel Glück das Schiff manövriert haben, an einem Tauchbootsdock vertäut und haben nun wörtlich diese handbreit Wasser unterm Rumpf. Vorne haben wir ca. 20 Zentimeter Tiefgang, hinten 1,20 Meter, das Wasser hat vorne 30 Zentimeter und hinten 1,25 Meter. Es passt also genau dorthin und auch nur so haben und hatten wir eine Chance, bei bald 20 - 25 Knoten Wind und offener See diesen 120 Kilo schweren Motor auszubauen, hochzuheben, auseinander zu schrauben und die absurd vielen kleinen losen Metallteile daraus hervor zu holen, Schrauben, Beilagscheiben - was sich auch immer in so einem Motor ansammeln kann ? Gut, sind wir nicht weitergefahren, dann hätten wir in Montego Bay gleich einen neuen Motor einbauen lassen können…

Wie es weitergeht? Hm, immerhin gibt es hier, ähnlich wie in der EU und anders als in der Schweiz und Kuba, die Möglichkeit durch bilaterale Freihandelsabkommen Teile aus Miami schicken zu lassen, ebenso gibt es auf Grand Cayman einen Venus Händler, wir hoffen also mit unserem neuen Freund Marten aus Südafrika, ein Motorspezialist und wirklich guter Mensch, die Fehler bald beheben zu können, doch wann wir hier wirklich abreisen werden, steht so ein bisschen in den Sternen, bzw. im Wind. Doch wie gesagt, wir hätten es schlechter treffen können, die Rum Punches am Pool schmecken ausgezeichnet, eine Badewanne ist ein lang vergessener Luxus und sogar ein Auto haben wir uns wieder gemietet, um auf der Insel etwas flexibel zu sein, Fledermaus und Eulenhöhlen zu besichtigen sowie zu unserem favorisierten Lokal zu fahren.

Das Schiff ist gut versorgt, wir auch und die Jungs freuen sich diebisch auf ihr morgiges Tauchabenteuer im Riff. 

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Kommentare: 2
  • #1

    Christine u. Edi (Montag, 08 Mai 2017 10:35)

    Alles hat sein Gutes, auch noch so Unerfreuliches. Deine Kommentare u. Bilder sind sehr treffend u. anschaulich. Eine echte Bereicherung im Zivilisationstrott. Wir lassen alle lieb grüßen u. freuen uns auf Deine nächsten Infos. Bussi Oma u. Opa.

  • #2

    Carsten Schiborr (Montag, 08 Mai 2017 12:27)

    Hallo liebe Familie Haberler,
    es war ein netter Abend in Cayo Largo mit Euch.
    Das mit dem Motorschaden klingt ja nicht so gut. Ich wuensche Euch viel Glueck, dass Ihr bald wieder in See stechen könnt und nochmals: Hut ab vor Eurer Entscheidung zum Segeln!
    Alles Gute wuenscht Euch Carsten
    (Mora, Schweden)