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der erste Tag in Jamaika

Ein wundervoller Tag - auch wenn wir die Insel noch nicht so wirklich kennengelernt haben. Wir waren heute mit Heidi aus Kenntucky, Nida aus Mexiko und Aida aus Bosnien - sowie ihren pluralen (Haus-)Männern und Kindern den ganzen Tag am Pool, mit Bier - irgendwo ist es immer fünf, vor allem in Europa - Rum und Tequila, mit Barbecue, Sonne, Regen, einkaufen und plaudern, plaudern, plaudern. 

Früh am Morgen sind wir mit dem Dinghy rüber und dann mehrfach zwischen Boot und Apartments hin und her, die Kinder, alle Jungs ungefähr im Alter der Jungs, alle Mädchen in Fridas Alter, also Kaya und Elise, waren hellauf begeistert, leben sie zwar direkt am Meer aber weder fischen sie noch haben sie ein Boot. Noch entzückter waren die Eltern, die Fotos und Filme noch und nöcher produzierten, ihre Kindern endlich draußen, am Wasser. Und wir? Wir wünschen uns von allem das Gegenteil. Die Kinder wollen drinnen spielen, endlich drinnen in einem Zimmer mit Spielsachen. Pool, fad, Fischen, ok, geht immer. Also sind die Mädchen den ganzen Tag mit Kuscheltiere und Pferden rumgezogen, wie auch immer sie alle kommunizieren. Die Jungs mit Haien, Dinos und Angeln, alle kommunizieren irgendwie, teilen die gleichen Interessen, egal wie und wo und wann sie auf die Welt gekommen sind. Heidis Kinder, wie gesagt teils aus Kentucky, teils aus dem Waisenhaus in Jamaika, Aida aus Bosnien, Flucht über Deutschland, USA, Jamaika, Nida war schon überall zuhause. Die Wurzeln verschwimmen, die Staatszugehörigkeit löst sich auf, Sprachen werden vermischt und alles wird ein bisschen leichter. 

Wir überlegen nun auch ein Apartment hier zu nehmen, die Kinder in die internationale Schule zu senden und für ein paar Monate auf Jamaika zu bleiben. Warum nicht? Die Idee dieser Reise war es, in anderen Ländern wirklich anzukommen, nicht nur vorbeizuschauen - und Länder haben wir in den letzten Wochen wohl genug gesehen. Gerne mal Pause, gerne mal bleiben, gerne mal Ruhe und Frieden an Land. In Südamerika werden wir lange genug sein, genießen wir das Land der Früchte und der Musik noch ein bisschen.

Unsere letzen drei Monate in Zahlen?

5 Länder

6 Währungen

2 Sprachen

0 Cruising Families

186 Delphine

1 Walhai

270 Schildkröten

1 kaputter Motor

3 Marinas

56 Ankerplätze

7 Mooringballs

920 Seemeilen

54 Motorstunden

5 Nachtfahrten

2 kleinere Verletzungen (Peters Zeh und Fridas Kopf)

6 exzellente Speisefische

10 Hummer

15 Knoten Topspeed

34 Knoten Topwind

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Kommentare: 2
  • #1

    eva (Dienstag, 16 Mai 2017 09:36)

    hallo ihr lieben,
    das hört sich ja super an ...... wie gut das es euch in jamaika gefällt .....peter hat es ja schon immer dort hingezogen ..... bin schon gespannt auf weitere geschichten .....bussi an euch alle, yoo maaan, schakalack .... eva und harry

  • #2

    Isabelle Vogt (Sonntag, 21 Mai 2017 16:31)

    Hallo ihr Lieben, habe soeben euren Eintrag vom 20. Mai gelesen: Lasst euch nicht unterkriegen! Es sind gerade solche Geschichten, die einen später am stärksten in Erinnerung bleiben, weil sie eine Herausforderung waren, ein echtes Abenteuer und eine Bewährungsprobe, die ihr ganz offensichtlich bravourös gemeistert habt. Was für ein Lehrstück für's Leben auch für die Kinder!

    Dir liebe Franziska, die hier in Zürich schmerzlich vermisse - die Frauenbadi ist soeben aufgegangen und ich werde bei meinem ersten Besuch dort fest an dich denken und mein erstes Bad in der noch kalten Limmat dir widmen - ein grosses Kompliment für dein Reisetagebuch. Die Berichte sind grossartig und deren Lektüre eine Freude für uns Landratten. Sei herzlich umarmt Isabelle