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Erster Landtag - nature at its worst!

Wir haben unser Schiff und Heim heute morgen gut verzurrt an einen Mooringball gelegt, den wir von einem Jamaikaner für einen Monat gemietet haben. Wir haben alles, was nicht niet- und nagelfest ist auf anraten Dawson verstaut und sind mit dem Auto nach Osten gefahren, da der Wind gegen uns wäre, die Wellen und die Strömung auch und wir deshalb entschieden haben, diese Insel mal per Auto zu erforschen. 

Nachts waren schreckliche Unwetter und wie stark sie gewesen sind, sollten wir erst im Laufe der Fahrt erfahren. Schon beim Mittagessen, als wir einer jamaikanischen Radiostation lauschten, waren wir etwas erstaunt über: Be smart, avoid streets! Ratschläge, über den Wetterbericht: rain, rain, rain… und je weiter wir Richtung Port Antonio fuhren, umso schwerer passierbar wurden die Strassen. Erdrutsche, Felsen, Bäume, Ziegen, Hunde - die Strassen waren voll davon. Die Schlaglöcher tief und auch so manchen Fluss, der über die Strasse floss, mussten wir durchqueren. Per se undramatisch, wir hatten in weiser Voraussicht einen Allrad gemietet, da wir ja auch noch in die Berge fahren möchten. Dann klingelte das Telefon: Unsere gebuchte Unterkunft, ein Baumhaus am Strand, sei völlig zerstört, wir könnten leider nicht kommen. Wir dachten naja, egal, werden wohl schon etwas finden, doch als wir in Post Antonio ankamen, war alles dunkel. Alle Hotels, bei denen wir fragten, konnten keine Gäste aufnehmen, da das Personal nicht zur Arbeit kommen könne. Der Abend kam und wir standen immer noch im absoluten Nichts, um uns herum dichter Regenwald und kaputte Straßen, die Kinder unglücklich, da den ganzen Tag im Auto anstatt wie versprochen River Rafting und Wasserrutschen. Das Meer eine tobende braune Masse links von uns, die Flüsse reißende Ströme neben uns , der Regen prasselnd über uns - wie ungemütlich kann die Natur eigentlich manchmal sein?

Beim 10. Hotel hatte man Erbarmen mit uns, gab uns ein Zimmer und auch was zu essen - ein absurdes Palasthotel überbordend mit moderner und klassischer Kunst, völlig überkandidelt nach außen und innen schimmelt alles. Aber Hauptsache trocken. Die letzen Nächte an Bord waren auch eher feucht als fröhlich, es regnet so wahnsinnig viel und unsere Fenster sind aufgrund fehlender Griffe - die Ersatzteile sind leider nie in Miami angekommen - undicht. Die Betten werden bei dieser hohen Luftfeuchtigkeit gar nicht mehr trocken. Dazu kommt eine permanente Temperatur von ca. 30 Grad, nachts wie tags, man atmet also eher Wasser denn Luft.

Und wem ich jetzt so richtig Lust auf die Insel gemacht habe: Den gesamten Juni haben wir hier ein Apartment und direkt vor der Tür das Schiff, wenn mich also wer besuchen kommen möchte…Gerne! Das Wetter sollte auch mal wieder besser werden. Wenn mir jemand schnell zusagt, dann kann ich auch das drei Zimmer Apartment buchen!

Und noch kurz auf diesem Wege: Ab Juli ist in Graz eine unserer Wohnungen frei. Grenadiergasse, 1ZKBB, falls wer wen kennt. 

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