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Hoch oben im heiligen Tal

Seit Montag sind wir nun im heiligen Tal auf ca. 2800 Metern. Diesmal sind wir besser vorbereitet. Wir haben nur leicht gegessen und vor allem viel geschlafen - allen geht es bestens.

Wir wohnen in Urubamba, nur wenige Kilometer von Ollantytambo entfernt. Erst wohnten wir in einem kleinen Haus, doch aus sich herausstellte, dass es weder Waschmaschine noch Heizung gab - entgegen der Angaben - und sowohl Pius als auch ich zur Begrüßung in den Sumpf gestürzt sind und bis zur Brust versunken - es ist nachts einfach sehr dunkel im heiligen Tal - sind wir umgezogen und wohnen in einer wunderschönen Hütte inmitten eines Blumenwuchernden Gartens, in der völligen Stille. Die Kinder lieben diese Freiheit, sie sind von morgens bis abends unterwegs, im Baumhaus, am Bach, machen Feuer, streicheln Lämmchen und Stiere, werden von Hunden gejagt und jagen Hunde. Wenn wir sie zwischenzeitlich mal einfangen können besichtigen wir Salzbecken und Inkaruinen, machen Pferdeausflüge und Trips zu den Thermalquellen. Anstatt, wie so viele, die Zeit hier möglichst voll zu stopfen und alles in kürzester Zeit zu sehen, machen wir einfach mal ganz ruhig. Wr besuchen Märkte, kochen, sitzen mit einem Glas Rotwein vorm Feuer und probieren die vielen neuen Rezepte aus, die wir aus den letzten Monaten mitgebracht haben. 

Es ist unglaublich friedlich hier. Fast immer strahlt die Sonne vom Himmel und schafft so leicht 30 Grad, die Kondore kreisen oben und nachts funkeln mehr Sterne, als man sich auch nur annähernd vorstellen kann. Es fällt dem Geist schwer zu begreifen, dass wir uns hier meist auf Höhen bewegen, kochen, essen, leben, die es in Europa schon gar nicht mehr gibt. Mal 4000 mal 5000 Meter, Städte auf 3500 Metern sind hier normal. Nur wenn man sich mal umsieht, die Gletscher und kahlen Berggipfel, die einen umgeben, wird man wieder daran erinnert.  Ja, auch wir finden dieses Tal sehr heilig!

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