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Going back

Es war so schön!

Hab eben erst gesehen, dass mein letzter Eintrag gar nicht online gegangen ist - das habe ich soeben und bei unserem wohl letzten guten Internet für die nächsten Monate nachgeholt... und hier eine kurze Vorschau - respektive erst eine Rückschau!

Morgen geht es wieder los! Erst nach Santiago de Chile, langsam, mit Blick auf den Pazifik auf den Pazifik einstellen, auf die neue Zeit umstellen,  das alte Leben erstellen. Das alte, neue, andere Leben. Ja, es war schön in Europa. Wunderschön, komfortabel - und alles soooo einfach. Ihr wisst gar nicht, wie einfach! Für uns waren die Wochen hier mehr Urlaub als am Meer. Ja, ich weiß, das bringt mir wieder die harsche Kritik meiner Freunde - ihr lebt im Warmen, ohne Stress, Sonne, Meer - das alles haben wir nur im Urlaub! Und wenn es euch reicht, nehmt ihr ein schönes Hotel und erholt euch... - Wieso soll dieses Leben schwer sein? Hab ich gehört, hab ich verstanden! Aber kennt ihr unser Leben? Klarkommen damit, dass wir unseren Kinder die Normalität entziehen, die sie möglicherweise gerne hätten? Ihrem vertrauten Umfeld, ihren Freunden, ihren Großeltern? Ihrem "System" - in dem sie angeblich mal klarkommen müssen? Wisst ihr, was es heißt, keinen festen Boden unter den Füßen zu haben? Keinen Ort, an dem man sicher ist? Keinen Spaziergang, ohne auf sein Hab und Gut achten zu müssen, auf seinen Weg, sein Umfeld, seinen Rückweg? Nicht zu wissen, wen man trifft, ob man willkommen ist, ob man bleiben darf? Wo man bleiben wird? Wie lange? Wohin?

All das werden wir bald wieder haben, lernen, hassen, genießen. Ja, es ist ein zweischneidiges Schwert - nein, wir leben nicht den Traum aller. Das ist falsch. Wir leben in Ängsten und Unsicherheit, wir leben in Freiheit und sind dennoch gefangen in Besitz und Zukunftsängsten. Doch, ich freue mich auf die Weiterfahrt. Die Kinder? Weiß ich nicht, schwer zu beantworten, sagen auch sie. Sie sammeln Erfahrungen für das Leben... wirklich? Wissen sie das oder finden sie das möglicherweise erst später cool?  Woher bekommen sie ihre Freunde, die sie sich doch immer wieder wünschen?

Wenigstens kommt Noa nun mit, jetzt sind wir vollständig! Wohin es geht? Weiß ich nicht! Wie lange? Weiß ich nicht! Wann wir wiederkommen? Keine Ahnung. Wer es weiß? Niemand! 

Ja, Europa ist wunderschön! Alles funktioniert!

Ich habe eine Metapher entwickelt: Meine persönliche Schiffsmetapher: Staaten sind wie Boote: Manche, zum Beispiel Venezuela oder Nigeria, kämpfen mit dem Untergehen. Das Leben besteht daraus, dies zu verhindern. Sie schöpfen und schöpfen das Wasser aus dem Kahn. Für etwas anderes bleibt keine Energie.  Andere Staaten, wie zum Beispiel die Schweiz oder auch Deutschland, fahren volle Kraft voraus. Sie können sich auf die Navigation konzentrieren und um die Optimierung der Reise kümmern. Sie können den Menschen Schatten und Warmwasser bieten. Versorgung und Mitbestimmung beim Kurs. Sie sind die Motorboote der Weltmeere. Und es gibt viele Arten dazwischen.

Und wir? Wir segeln dann mal so dahin. San Blas, Cartagena, Galapagos? 

Wir werden sehen - Vamos a ver!

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