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Weihnachten und so

Palmen statt Tannen, Sand statt Schnee, Bier statt Glühwein-

Weihnachten definiert sich neu!

Weihnachgten rückt näher, der zweite Advent liegt bereits hinter uns. Doch wie geht Weihnachten eigentlich bei 30 Grad? Die Panamnesen sind unverdrossen, verkleiden ihre Autos als Rentiere und tragen eifrig Weihnachtstannen nach Hause. Auf den Terassen stehen Schneemänner aus Plastik und Weihnachtsschmuck belagert die Supermärkte. Wir fühlen uns gänzlich unweihnachtlich, scheint es jedoch so, als würden wir unseren Aufenthalt hier noch weiter hinauszögern müssen, weder wird das Schiff fertig noch sind die Fenster auf dem Weg aus ihrem Lager in Frankreich. Doch wir sind guten Mutes, Krystina und Nelson sind unsere ständigen Begleiter, haben heute eine Reittour in die weinenden Berge und viele Faultiere und Affen gesehen. Heute Abend gibt es Flusskrebse, wenn wir Glück haben und welche in die selbstgebauten Fallen gegangen sind. Dazu muss man einen Eimer mit weichen Algen auskleiden, Stücke der Kokosnuss vorkauen uns hineinlegen und wenn der Krebs wohlgesonnen ist und die Kokonsnuss gerade richtig vorgekaut, dann bleibt er drin sitzen und man kann ihn für das Abendessen heraussammeln. Am Samstag waren wir zum ersten Mal in Panama City, eine wunderschöne Stadt, herausgeputzt für alle Steuerhinterzieher dieser Erde. Einige Stadtteile bestehen aus ganzen Bankstädten, andere sind klein und lieblich, bieten teures uns herrlich leckeres Essen aus aller Welt an, Internet, echten Kaffee, Waffeln. Es war wie ein kleiner Ausflug nach Europa und hat uns irgendwie recht gut getan. Dass die Panamnesen aufgrund der vielen Scheinwohnungen hier keine Obdach mehr finden, ist trauriger Teil dieser Realität und die Ghettos an den Autobahnen erzählen die andere Seite der Geschichte. 

Bevor wir dann selbst durch den Kanal fahren, möchte ich mir unbedingt das dazugehörige Museum anschauen, ein Spalt, der einen gesamten Kontinent zerteilt, das ist schon irgendwie ziemlich spektakulär. 

 

Noch immer besuchen uns täglich Nachbarn uns vor allem haufenweise Nachbarskinder, spielen Skull King und Wasserballon - spielend versteht man sich sprachlos und alle amüsieren sich prächtig. 

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