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Snug Harbour

So, nun machen wir uns so langsam wieder auf den Rückweg in die Zivilisation. Wir sind, dem guten Westwind folgend, nun doch noch in die Bereiche der San Blas Inseln vorgedrungen, in die es nicht viele und schon gar keine Charterer schaffen,

haben sehr nette Gunas kennengelernt, respektive einen, der einen Narren an unseren Kindern gefressen hat - wie so oft - und der uns nicht nur morgens frisches Brot gebracht hat, uns gezeigt, wie man fachgerecht seinen Müll verbrennt, uns nachmittags von seiner Finka Banannen, Kokosnüsse, Kalebasse und Yucca gebracht hat - er hat sogar die Kinder mitgenommen für einen Nachmittag, war mit ihnen Cangrejo, Lobster und Pulpo tauchen. Habt den Abend mit uns an Bord verbracht und uns bei der Zubereitung geholfen - uns das drei Tage lang. Denn das Wetter wurde nicht besser, Regen von allen Seiten und wir konnten ihn und seine Familie mit Zahnbürsten, Schuhen und Angelschnur bezahlen. Arkin, hieß er. Spanisch hat er in der Schule gelernt,  Guna hat er uns auf dem Schiff beigebracht und alle waren selig. Ich, weil ich endlich mal ein bisschen Einblick in diese Sprache und Kultur erlangen durfte, die Kinder, weil sie schon immer Tintenfisch und Krabben auftauchen wollten und wir alle gemeinsam, da wir Yam, Kokosreis, Königskrabben, Red Snapper und Kochbananen einfach lieben. Welch Genuss, welch Horizonterweiterung, doch wir müssen weiter. Zurück. Gregor muss am 18 seinen Flug erwischen, bei jeder längeren Überfahrt wird ihm übel, d.h. wir teilen unsere Strecken sorgfältig ein - heute waren es 30 nm, ja, gegen die Wellen, doch fingen wir Fisch um Fisch. Dann kam eine Gewitterfront und wir waren tatsächlich in Ölzeug gewandet und, was soll ich sagen? Ja, es hat Spaß gemacht. Spaß im Regen und Sturm die Segel zu bedienen, da Philocat mal wieder flog und wir die Geschwindigkeit irgendwie bremsen mussten…

Ja, ich weiß, normalerweise bin ich ein Angsthase und versuche tunlichst gefährlich Situationen zu vermeiden! Aber sie zu meistern ist irgendwie auch nicht so schlecht. Was der Körper so schafft in Extremsituationen - phaszinierend! 

Naja, jetzt scheint die Sonne, unter uns sind 1,9 Meter Sandboden uns die Rochen flitzen under dem Schiff durch. Die Kinder tauchen und haben Spaß.

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Kommentare: 2
  • #1

    Wolfgang Gersin (Donnerstag, 18 Januar 2018 19:01)

    Ein Gutes 2018 und danke für die Zeilen ,es war eine lange Zeit nix von euch zu sehen und manche in Sicheren Europa leben mit euch mit .
    Alles Liebe
    wolfgang

  • #2

    Barbara (Sonntag, 21 Januar 2018 20:36)

    Wie schön Du schreibst, liebe Nichte! Das Lesen macht auf alle Fälle Freude! Das Miterleben auch: sei es ein" wie großartig! Wie unglaublich! Wie bewundernswert! Wie fantastisch!" oder ein "Gott sein Dank muss ich das nicht miterleben..!" Für Euch und die Kinder ist es auf alle Fälle eine Erfahrung, die sämtliche Eurer Leben prägt! Ich finde es einfach gut. Und wie schön, dass ich es Dank des Internets auch mit Euch ein bisserl teilen kann!