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Pacifico pacifico

 

 

Wir liegen hier in Panama City vor Anker, dürfen das Dinghy Dock von las Playitas benutzen und ebenso den Müll dorthin bringen. Immer dieser ewige Müll! Das unsterbliche Thema. Schon beim Einkaufen müssen wir genauestens auf die Umverpackungen achten. Auf den Galapagos darf man ausschließlich recycelbaren Müll entsorgen, alles andere bleibt für Monate an Bord. Zum Proviantieren und Aufs-Schiff-Bringen und dort verstauen haben wir 14 Stunden und 9 Personen gebraucht. 

Ja, es wird ernst. Zwar müssen wir noch auf ein Ersatzteil aus Europa warten, da unser Motor an Backbord nicht zu hundert Prozent intakt ist und das sollte er doch soweit möglich für die nächsten Strecken sein. Wir hoffen also Ende der Woche, Anfang nächster Woche so langsam Richtung Las Perlas und Galapagos aufzubrechen. Es fühlt sich gut an. Auch der Aufenthalt hier. Wir verbringen unsere Tage mit Museen und Parks, mit Lernen und Angeln - es ist unser letzter Aufenthalt auf einem Kontinent für möglicherweise bis zu einem Jahr. Bis dahin gibt es nur noch Inseln. Viele Inseln. Und vermutlich auch echt schöne Inseln. Wir freuen uns so auf die Seelöwen, die Schildkröten, die Leguane und Tölpel der Galapagos Inseln, wir freuen uns auf unsere ersten Atolle und die Südsee. 

Anders als beim Atlantik schaut man beim Pazifik wann am meisten Wind ist zum Losfahren, so dass man überhaupt mal ankommt. Das Wetter ist herrlich sonnig, nicht mehr so feucht und schimmlig, die Infrastruktur in Panama City vorhanden und dazu noch einen Haufen anderer Segler, die oft die gleiche oder eine ähnliche Route fahren und wir so viel gemeinsame Zeit verbringen können. Mit der Magic und darauf Hugo, Victoria und Emerson sind wir viel unterwegs, essen Eis, spielen im Springbrunnen, Tierpark, Spielplätze - alle sind voll zufrieden! Obwohl auch die Magic-Bewohner leider mal wieder nur Englisch sprechen. Aber Frida hat sich nun darauf eingelassen, zumindest ein bisschen auch mit Mädchen zu spielen, die kein Deutsch können. Und heute hat das auch erstaunlich gut geklappt. Praktischerweise ist das Vokabular von Kindern überschaubar: Fangen spielen, nein, lieber verstecken, Ice Cream, klar, cool. Yes, no, may be. Zähl bis dreißig, vierzig - kann ich auch auf Deutsch zählen? See you tomorrow! Yes, bye!

Ja, so tröpfelt alles vor sich hin, der Schweiß, die Zeit, das Meer. Was beim Pazifik auffällt, außer dass er ebenso nass und salzig ist, wie der Atlantik, aber er ist eben auch viel felsiger. Nicht mehr Strand und Korallenriffe. Hier sind echt Felsen, Steine und vor allem bis zu zwölf Meter Tidenhub. Derzeit sind es hier in Panama vier Meter und selbst das ist bei den Floating Docks in der Marina schon völlig grotesk. Mal sind die Stege ebenerdig, dann wieder steil und hoch wie ein kleiner Berg. 

Und natürlich die Größe! Ja, jetzt stehen die unvorstellbar großen Strecken bevor. Wir werden uns alle Mühe geben, diese unbeschadet zu meistern. 

Nachzuverfolgen unter https://share.garmin.com/FranziskaHaberler

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Kommentare: 1
  • #1

    Barbara (Sonntag, 04 Februar 2018 20:31)

    Ja, bitte gebt Euch diese Mühe!! Das wäre mir/uns doch sehr sehr wichtig! Ich bin auf alle Fälle gespannt auf die weiteren Berichte aus der Tier- und Menschenwelt, was Tidenhub ist, weiß sogar ich und wir waren heute im Nationalpark mit Freunden. Hugo, den ich noch nicht lange kenne, ist zwar 80, aber ständig dachte ich, er erinnert mich an jemanden. Und dann fiel es mir ein: Pius! Er sieht Pius ähnlich! Die blauen Augen und der etwas versonnene, in sich gekehrte Blick! Pius darf sich freuen, er wird auch im Alter ein schöner Mensch sein!
    Seid gegrüßt aus Passau und ich denke an Kon-Tiki. (Meine Pazifikerfahrung!)