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Welcome to the Mainland

Je anstrengender die Überfahrt, um so süßer das Ankommen. Wir haben es geschafft! Der gesamte Südpazifik liegt hinter uns und wir sind nun hinter dem Great Barrier Reef in der Coral Sea. Derzeit Mackay, Queensland. Das Einchecken war unkompliziert, wenn auch ungewohnt formell. Wir sind tatsächlich eingeschlossen gewesen auf unserem Steg, keine Möglichkeit, schon mal an Land zu gehen, bevor die Grenzpolizei und die Biosecurity da war. Das Schiff wurde auseinander genommen, unsere gut versteckten Korallen gefunden und wir wurden entsprechend dafür gerügt. 

(Die Kinder dachten, dass wir nun ins Gefängnis müssten und wollten als erstes wissen, was man dort zu essen bekommt.) Das Verhör warum wir Einreisen war freundlich, aber gut 1,5 Stunden lang, doch nun dürften wir 12 Monate bleiben. Das ist nett. 

Die Kinder und ich sind gleich ins nächste Shoppingcenter gefahren, haben Schuhe, Socken und Unterwäsche für alle gekauft - Mann, ist das kalt hier! Das Wetter ist noch immer bescheiden und so haben wir uns ein Auto gemietet und fahren die nächsten Tage ein bisschen durch die umliegenden Nationalparks. Schließlich muss ich noch meine „Famous Three“ vervollständigen: nach dem Seepferdchen auf den Galapagosinseln (die einzige Tierart, bei der der Mann schwanger ist), den Flughunden auf Tonga (einziges Säugetier, das fliegt), kommen nun die Schnabeltiere in Australien (einziges eierlegendes Säugetier). 

Bei der Hafeneinfahrt von Mackay lagen Dutzende von Frachtern vor Anker und als die Kinder dies sahen riefen sie enthusiastisch - „Schau Mama, so viele Versorgungsschiffe. Auf dieser Insel muss es echt viel geben!!“ Und das tut es! Niko ist immer noch fasziniert davon, dass es Frischmilch gibt - hatten wir seit sechs Monaten nicht mehr- Pius kniete vor den Kirschen nieder und Frida spricht nur noch von Erdbeeren, Himbeeren und Brombeeren. Auch die Preise sind ungewohnt. Statt 300 bis 400 für einen Einkauf für 1-2 Wochen für uns alle zahlen wir hier nur noch ca. 100 Euro. Auch gibt es Schuhe aus Leder und Kleidung aus Baumwolle - nicht Plastikschuhe und billiges Chinapolyester. Alle sind sehr glücklich, das Fieber ist vorbei, der Schnupfen wird weniger, die Stimmung steigt und wir verbringen täglich viele Stunden in der Wäscherei und auf dem Spielplatz. Das Schiff sieht so langsam auch wieder wohnlich aus, wir haben täglich wieder drei Mahlzeiten und auch das gute Gefühl, nun ein großes Stück Ozean, und auch Unsicherheit, hinter uns gelassen zu haben. 

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Kommentare: 1
  • #1

    Burgi Strobl (Sonntag, 01 Juli 2018 22:35)

    danke für die ausführlichen Berichte, die zwischen den Zeilen so manche Schwierigkeit erahnen lassen. habt noch eine gute Zeit in Australien. Oma und Opa aus Bielefeld