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Flores

Mittlerweile sind wir in Flores angekommen. Der Sonnenuntergang bringt tausende von Flughunden über uns, die einerseits faszinierend sind, andererseits leider extrem viel grüne und recht säurehaltige Kacke haben, die sie begeistert über unserem Schiff fallenlassen. Wir verbringen also den nächsten Morgen mit Deckschrubben und fahren dann gleich weiter nach Gili Bodo, einer einsamen Affeninsel, da die Kinder sich in den Kopf gesetzt haben, mit selbigen am Strand spielen zu wollen. 

Mal sehen, ob der Plan aufgeht. Der Ankerplatz ist auf jeden Fall wunderbar, zwischen zwei Riffen liegen wir in kristallklarem Wasser und hoffen auf Lobster zum Abendessen. Mal wieder sind unsere Vorräte auf Null, da wir zwar allen Käse und alle Butter in Bau Bau aufgekauft haben, es jedoch nur vier Päckchen gab, und diese sind aufgegessen. Es gibt mal wieder Nudeln mit Tomatensoße oder Reis und Ei, zum Frühstück, Mittag- und Abendessen. Andrea (Kiwi Summers) und ich haben mittlerweile beschlossen, unsere Vorräte gemeinsam einzukaufen und zu teilen, da wir eh jeden Abend gemeinsam essen. Die Kinder lieben sich - besonders Frida ihren Harrison- und so treffen wir uns allabendlich zum Sundownder auf Philocat, kochen zusammen und fahren jede Strecke gemeinsam. Es ist schön, endlich wieder eine Freundin zu haben. 

Morgen geht es nach Labuan Bajo, von dort mit Ranger in den Komodo Nationalpark. Die Kinder sind gleichermaßen mit Faszination und Angst erfüllt, weil die Warane einem angeblich auflauern und mit ihrem giftigen Biss erledigen wollen. 

Ein herrliches Feuer am Strand, schnorcheln, eine kleine Segeltour durch immer schönere wenn auch mittlerweile ziemlich trockene Landschaft. Wir genießen die Zeit ausgiebig. 

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Kommentare: 2
  • #1

    Burgi Strobl (Freitag, 07 September 2018 15:43)

    Ah, endlich wieder neue Nachrichten und dazu das schöne Bild vom Schiff! bin gespannt auf eure Berichte von den kleinen Drachen!
    liebe Grüße bis zum nächsten WLAN, wo wir hoffentlich wieder einmal telefonieren können!
    Oma bielefeld

  • #2

    Barbara (Freitag, 07 September 2018 19:31)

    Oh, ja, ohja, ich muss ja auch wieder Senf dazu geben!
    Es liest sich wieder alles sehr märchenhaft, das liegt wohl für mich besonders an der intakten Natur!
    Ich war heute früh in totaler Panik, weil der Mariahilfberg (also die Straße) saniert wurde und heute die Teerdecke draufkam und gewalzt wurde: alles bebte, der Garten und v.a. das Haus! Ich wollte nur noch weg von dem Lärm, dem Geklirre und Erzittern.....
    Das erinnert mich immer wieder an die Endlichkeit unserer Zeit hier, die hoffentlich nicht durch einen Hauseinsturz besiegelt wird...
    Dann Gespräch mit einer Mittelschulleiterin und ihrer Konrektorin: und wieder bin ich dankbar, was es für tolle, engagierte Lehrerinnen gibt, die ihre Schülerinnen und Schüler lieben und es ablehnen, von ihnen als "Schwierig"oder "problematisch" zu sprechen.
    Der üblich Schulbeginnstress mit Frust über tranfunzelige Kollegen, ungerechte Altlastverträge, Kummer über eine schwerkranke Kollegin, Freude über Kollegen, die gute Ideen haben und die auch umsetzen, Hoffnung auf viele Anmeldungen, Begeisterung über eine ganz neue Kollegin, die alle mitreißt, Angst vor dem Festakt am 20.9., ob da auch alles gut geht, Unsicherheit darüber usw. usf.
    Die Tage im Rheingau mit Burgi und Friedl waren herrlich (wenn auch zu alkoholhaltig!).
    Pankraz startet morgen mit der Familie Tausch und Michi Tauschs Jugendchor (die alle schulfrei kriegten deshalb) nach Cagnes sur Mer über Annecy und Avignon.
    Er ist "Begleitperson", wobei ich der festen, der allerfestesten Überzeugung bin, dass Pankraz`Packerei (seit Dienstag Nacht, als wir vom Rheingau zurückkamen), mindestens der philocat Proviantierung für fünf Wochen oder der Packerei von drei bis fünf minderjährigen ADHS- Kindern entspricht, die das erstemal ohne Eltern verreisen. ..... Puuhhhh...Fast bekomme ich den Eindruck , dass sich die Jugendlichen um Pankraz kümmern werden und nicht umgekehrt - aber vermutlich haben sie es alle sehr lustig dabei, die sind ja nicht so geprägt wie ich!
    Also hüte ich jetzt wieder mehr als eine Woche mit Theresa (der ältesten Tauschtochter, die jetzt bald in Leipzig studiert und noch arbeiten will) das Haus und dann ist hier wieder selige Ruhe (keine Baustelle und kein packender Pankraz und keine türenknallenden oder rasenmähenden Buben) und ich kann in Ruhe meiner Arbeit und dem Mama(Oma, Uhroma)-Kümmern nachgehen.
    Die ängstigt sich oft so furchtbar (ich habe mal einen Tag nicht angerufen: vormittag war ich im Büro und dachte nicht daran, mittag wollte ich sie nicht wecken und nachmittag hatte ich das Handy zu hause, weil der Akku leer war...) - tat mir so leid. Aber ich verstehe das: ich ängstige mich auch oft so sinnlos (Hauseinsturz und so....) Gar nicht auszudenken, was ich für Ängste auf einem Segelboot in so unbekannter/fremder Umgebung hätte....da ängstige ich mich ja jetzt schon nur allein von der Vorstellung! (wie ich meinen Ugandabesuch im November überleben soll, weiß ich eh noch nicht, aber vorher kommt noch der Festakt, das Klavierkonzert und der Klavierkurs - eine Angst nach der anderen bitte!)
    Anscheinenen habe ich das große Bedürfnis ein wenig Europa nach Indonesien zu bringen und Euch an meinem Alltag - so vollkommen hai-, korallen- und katamaranfrei, von Komodowaranen ganz zu schweigen! Die würde ich schon gerne sehen! Ob sie so schrecklich sind wie die Ratte im Garten? Oder gar so furchtbar wie die Ratte vor etwa zwei Jahren im Clo der Tauschs????
    Hier gibt es Obst über Obst, unglaublich! Wir stapeln die Apfel- und Birnensaftkartons, die Marmeladengläser und auf dem Herd blubbert gerade mein erster Powidl. Ob er was wird?
    Apfelkuchen gibt es fast täglich und die Weintrauben sind süss wie in Italien.
    Zähne lang gemacht??? Na gut. Dann passt es ja!
    Grüße und Küsse vom wackeligen Mariahilfberg, den Goldfischen, der humpelnden Krähe, der Ratte, Pankraz, dem Packer (nein: dem EX-Packer! Hoffentlich!!) und der grossen Tante!