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Ubud

Landlubber nach  300 Tagen auf See - oh wie ist das schön! Anlässlich unseres Hochzeitstages, weil der Zeitpunkt eben passte, weil jetzt eh Wochenende ist (und wir das ausnahmsweise mal wissen), weil über der Marina alle fünf Minuten Flugzeuge starten und landen - ach, es gibt so viele Gründe -  haben wir uns  in Ubud ein Hotel genommen, eine Villa tatsächlich für nich mal 70 €/Nacht mit Privatpool und drei Schlafzimmern - was soll ich sagen: Wir sind entrückt!

Wie wunderschön ist denn das Landleben? Wisst Ihr das eigentlich? Strom kommt aus der Steckdose, Wasser aus dem Hahn und Internet geht schneller als man gucken kann... Grad gestern wollte ich noch darüber schreiben, wie großartig das Schiffsleben ist. Wie sehr wir es mittlerweile lieben und genießen. Die Unabhängigkeit, die Freiheit, die Möglichkeiten - Strom produzieren wir mit Solarpanels (zugegebenermaßen wenig), Wasser mit einer eigenen Entsalzungsanlage. Wir haben unsere Betten und vor allem unsere Toiletten immer dabei (ja, das Konzept mit dem Wasser und der linken Hand in Asien erscheint mir in der Theorie total schlüssig, faktisch habe ich danach aber immer eine komplett nasse Hose und sehe aus, als hätte ich mich angepinkelt, was ich nur mäßig attraktiv finde...) Wir kochen unser Essen und leben sauber, wenn auch eng in unserem Zuhause. Weltweit.

Aber faktisch haben wir auch seit knapp 300 Tagen nicht mehr auf festem Boden geschlafen.

Wir alle haben uns nie danach gesehnt. Doch das Ankommen hier und heute, in dieser halboffnen Villa mit den traditionellen Holzschnitzarbeiten, den buntvertäfelten Fenstern  - allein der Kühlschrank in der Küche und die Dusche, die halb draußen ist. Ein Traum! Die Kinder haben sich, nach einem ausgiebigen Bad im Pool erstmal stundenlang geduscht und gewaschen, jeder hat sein Zimmer bezogen und ordentlich den Schrank eingeräumt. Ja, es mag nur für zwei Tage sein und sicherlich ist es auch die Vielfalt und die Abwechslung, die diese Erfahrung so besonders machen. Meist kriegen wir die Mails, von Menschen die sagen: Oh, das ist so toll, wir sind so neidisch, wir würden das auch gerne machen - heute, por Dios! Vivat Landlubbering!

Außerdem ist Bali auch ziemlich cool, das muss ich einfach zugeben! Fotos werden nachgereicht.

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Kommentare: 1
  • #1

    Barbara (Dienstag, 02 Oktober 2018 13:22)

    Nachgereichter Kommentar zu Bali und "Landlubbering" (was soll das denn sein?? Ich kann es mir ja ungefähr erklären, habe das Wort aber noch nie gehört - Reisen bildet eben, auch wenn es die (Groß-)Nichten und (Groß-)Neffen sind....
    Ja, ich finde das Landleben auch toll - auch ohne Lubber! Ich liebe es nachgerade sogar (wenn ich auch ehrlicherweise zugeben muss, dass ich das Seeleben quasi noch nie hatte außer eine Nacht auf Skandinavienfähren) und möchte es gar nicht tauschen. Schon gar nicht jetzt im Herbst, wenn die Farben so wunderbar golden sind und die Luft so herrlich frisch!
    Bitte das asiatische Linke-Hand-Piesel-Konzept näher erläutern (geht auch mal unter vier Augen!), das interessiert mich!
    Die Villa sieht toll aus und der Pool erst recht.
    Mich hat hier ein Virus niedergestreckt: im Nachhinein sehr spannend mit Schüttelfrost aus heiterem Himmel und innerhalb einer Stunde 39,5° Fieber... Am Tag drauf war es schon leichter, heute bin ich fieberfrei aber auf ärztlichen Rat soll ich mich noch stillhalten, was ich gerne tu - wenn auch nicht ganz, denn die Organisierei nimmt kein Ende.
    Pius' wunderbare Babyalpakadecke leistet herrlich wärmende Dienste. Ich liebe sie sehr!
    So und jetzt lese ich weiter und versuche wieder mehr Senf zuzugeben.
    Herzlichst! Eure Barbara
    PS: Achja, bei Pankraz sind die neuen Mieter eingezogen in Söllhuben. Ein junges afghanisches Ehepaar, sehr reizend. Aber die Kommentare der Umwelt geben dem ganzen erst die Würze....