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planloses Geplane

Das Jahr geht zu Ende, Zeit für neue Pläne und Vorsätze. Plan - wir machen seit Wochen eigentlich nichts anderes. Planen mal friedlich und voller Zuversicht, manchmal auch verzweifelt,  frustriert und völlig planlos. Noch immer ist das Schiff ziemlich kaputt, wenn auch schon viel weitergeht. Noch immer fehlen Teile - Ersatzteile und Teile im großen Puzzle der nahen (und fernen) Zukunft. Wir müssen das Schiff rausheben. Das geht hier nicht. Also fahren wir nach Langkawi. Weihnachten wird kommen, immer viel schneller und meist völlig unerwartet. Während ich Weihnachten auf der Boatyard eher romantisch fände, in Hitze, Staub und Beton, haben die Kinder andere, vor allem aber sehr genaue Vorstellungen davon, wie sie diesen Tag verbringen möchten. Also werden wir hier abfahren, sobald wir halbwegs manövrierfähig sind, werden nach Palau Rebak fahren, dort alle anderen Kinderboote wieder treffen und auf dieser autofreien Insel (wie Spiekeroog, nur wärmer) ein Resortbuffet zu uns nehmen. Wir wollen unter dem 40 cm hohen Plastiktannenbaum aus Neuseeland mit den Kiwis auf der Kiwi Summers englische Weihnachtslieder singen und bei 35 Grad Kekse backen und essen. Oder ein Feuer am Strand machen und Marshmallows braten. 

Am 26.12. fahren wir dann schnell nach Langkawi und heben das Schiff raus. Am 27. fahre ich alleine weiter nach Thailand, um Maja zu treffen und ein kinderfreies Sylvester in einem Baumhaus auf irgendeinem einsamen Inselchen Thailands zu feiern.

Am 03. 01. 2019 geht es zurück zu Peter und den Kindern und dann fahren wir mit dem Schiff nach Thailand. So es denn dann schon wieder fährt. 

Und dann wird alles schwarz.

Können wir es uns leisten, das Schiff auf ein Schiff zu heben und so durch das immer noch piratengespickte Gebiet des Suezkanals fahren, um Philocat nach Europa zu bringen? Verkaufen wir doch lieber, weil wir dann auch mal genug gesegelt sind? Fahren wir weiter, weil die Malediven, Sri Lanka und Ägypten auch spannend sind?

Jeden Morgen haben wir andere Präferenzen, Ideen, Sorgen, Bedürfnisse. Es bleibt also unklar - und so spannend!

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