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Thailand - auf Landwegen

Morgens um neun setze ich mit der Fähre von Langkawi, MY, über nach Satun, TH. Außer mir sind nur Einheimische oder Gruppenreisende an Bord der Schnellfähre. Die Teilnehmendem der Gruppenreisen werden alle schön mit so Aufklebern versehen, am Ankunftsort eingescannt und wie Ware in die verschiedenen Busse verfrachtet. Neben all diesen 20jährigen Schönheiten komme ich mir sehr alt aber auch sehr individuell vor. 

Am Steg angekommen, finde ich einen netten Taxifahrer, der mich erst zu einer ATM und dann zu On bringt. On habe ich durch einen Reiseblog - da soll noch mal jemand sagen, Blogs seien zu nichts nütze - gefunden. Jemand schriebe, er habe mal in Satun ein Moped von ihr geliehen. Satun ist keine Touristenstadt. Das ist per se nichts Schlechtes, außer, dass niemand Englisch spricht und keiner mit lateinischen Buchstaben schreibt. Das macht dann auch die Suche via Internet unmöglich. 

Mit On telefonieren ich, sie hat einen italienischen Partner und spricht relativ gut Englisch. Sie verspricht mit, bei Ankunft ein Auto für mich zu haben. Mit einem tiefen Vertrauen in die Menschheit glaube ich ihr und tatsächlich, vor ihrer kleinen Bar in Satun steht ein alter Geländewagen für mich bereit und gegen ein paar Tausend Baht übergibt sie mir die Schlüssel.

Es gibt keinen Vertrag, sie hat nie meinen Führerschein oder Pass gesehen, ich weiß nichts über Schäden und Versicherungen  - aber fahren tu das Auto auch ohne. 

Und das tue ich. Vier Stunden lang durch Thailands Süden, der wunderschön, grün und fruchtbar ist, bis ich die Ausläufer des Touristen Ortes Krabi sehe (und weitläufig umrunde) und irgendwo im Nationalpark an einem See ein paar Bambushütten entdecke und mittendrin Maja- welch Freude. 

Wir spazieren durch Palmölplantagen, baden in Dschungelpools und essen Streetfood. Wir planen einen Spa Tag, einen Schnorcheltag, einen Inseltag, eine Kajakhöhlentour und besprechen Vor- und Nachteile unseres derzeitig so unterschiedlichen Lebens. 

Peter spürt derzeit eher die Nachteile. Das Boot musste er alleine rausheben, da der Termin verschoben wurde, beim Rausheben hat sich der Plastikschutz des Krangurtes im Propeller verfangen, also musste jemand tauchen. In der Boatyard war kein Platz, also ist Philocat noch nicht sicher verstaut. Und während Peter sich um das Schiff kümmert, kommen zum Glück die Kiwis und kümmern sich um die Kinder. Das ist wahnsinnig nett und mir eine große Erleichterung.

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Kommentare: 2
  • #1

    Burgi Strobl (Dienstag, 01 Januar 2019 16:40)

    Ihr seid echte abenteurerinnen! con fuerza! Burgi

  • #2

    Barbara (Montag, 07 Januar 2019 19:01)

    Maja aus Bielefeld? Toll! Und Du bist wirklich sehr mutig! Ich bräuchte übrigens jemanden, der die drei Glasschälchen, in denen ich Teelichter hatte, die die Gäste zu meinem obligaten Geburtstagsfest erleuchten sollten, wieder aus dem Teich taucht! Das Problem ist,sie sind nicht zu sehen - auch hierfür ist Mut gefragt! Franziska? Oder schrecken dich etwa 5°C kaltes Wasser und ein paar Goldfische ab???