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Wir kehren Malaysia den Rücken

Endlich geht es weiter - der nächsten (letzten?) Station zu.

Langkawi nervt auf Dauer. Eine Tax-free-Insel kurz vor Thailand - mir war bis dato nicht bewusst, was für einen riesigen Marktanteil Alkohol und Schokoladen haben. Hier gibt es eigenen Supermärkte dafür, diese werden von Horden von Chinesen geentert und die wagenweise Schokolade und einige kleine Fläschchen absurden Alkohol heimbringen. Langkawi lebt vor allem von dieser Steuerfreiheit - somit gibt es hier nich so viel. 

Orte, die damit arbeiten, Menschen durch geringe oder keine Steuern anzuziehen, so wie Zug in er Schweiz, die Cayman Inseln, Tahiti oder eben Langkawi haben leider keine Seele. Hier bestimmt das "gerettete" Geld den Alltag, die Infrastrukturen sind schwach, die Beamten unfreundlich, vor allem seitdem man öffentlich Bestechung verboten hat und dies mit großen Schildern überall kundgetan wird. Es gibt weder Gehsteige noch jedwede kulturelle Einrichtung. 

Möge dies auf der Welt nicht die Norm werden!

Wir brechen nun also nach Thailand auf, Schritt für Schritt, Inselchen für Inselchen und genießen wieder die deutlich größere Zufriedenheit der buddhistisch orientierten Länder. Diese ewige Verschleierung, die vollkommen vermummten Frauen die hinter ihren Männern herschleichen, die in Stoff gewickelten Frauen, die sich im Wasser kaum bewegen können, geschweige denn auf Bäume klettern. Ich bin die amüsierten Blicke satt, mit denen die Männer mir beim Dingifahren zuschauen und applaudieren, wenn ich den Motor starte,. ich bin die strafenden Blicke der Frauen über, die beim Einkaufen die Bierpakete in meinem Wagen sehen, das Gefühl der Kleinkriminalität, wenn man in der tidak-halal Sektion des Supermarktes Speck kauft. ich bin es satt, dass sich der Autovermieter weigert, sich hinten bei mir ins Auto zu setzen, da er kann nun wirklich nicht von einer Frau chauffiert werden kann. Die westliche Welt mag noch lange kein Paradies der Gleichberechtigung sein, schon gar nicht Österreich., aber ein paar Schritte weiter in die richtige Richtung sind wir zum Glück schon!

Schauen wir, was Thailand bringt, was uns diese Station bringt, während viele andere schon weiter fahren, Richtung Sri Lanka, Richtung Malediven, Richtung rotes Meer. Neidvoll blicke ich zu ihnen und eines Tages, in besseren Zeiten, werde auch ich durch die Wiege der Menschheit segeln. Auf den Spuren der Phönizier, der Assyrer, der Babyloniern, der Ägypter, Inder und Griechen.

War doch das Segelboot das erste weltweite Fortbewegungsmittel - neben den Füßen natürlich.

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